Das Green Literacy Project Flussform widmet sich den Flusssystemen und ihrem Einfluss auf die Umwelt. Es wird im Rahmen des YCP Programms von CIVICS Innovation Hub GmbH durch Daniela Waltl und Vanessa Friedl in Salzburg entwickelt und wurde in seiner ersten Phase aus EU finanzierten Mitteln gefördert.
Auf spielerische Weise werden ästhetische Erkundungen und geografische Inhalte genutzt, um die morphologischen Auswirkungen von Flüssen sichtbar und erfahrbar zu machen. Dabei verbinden sich geografische und künstlerische Perspektiven, die dazu einladen, die Bedeutung von Flüssen neu zu entdecken und bewusst wahrzunehmen.
Wir begegnen dem Fluss als Gestalter*in unserer Umwelt.
Die Flussbox
Ein wichtiger Teil des Projekts bildet unsere selbstgebaute, interaktive Flussbox. Hier lässt sich erleben, wie Wasser Landschaft gestaltet. Die aus Holz gebaute Kiste ist mit einer Mischung aus Sand, Lehm und Kieseln gefüllt und kann zu einem Flussbett mit umliegendem Relief geformt werden.
Wenn Wasser wie aus einer Quelle in das Gelände fließt, entstehen Flussläufe, die sich ständig verändern. Durch das Variieren von Gefälle, Wassermenge oder Flussbettbreite sowie das Einbringen kleiner Objekte wird sichtbar, wie natürliche Prozesse und menschliche Eingriffe den Lauf des Wassers beeinflussen.
Die Flussbox lädt zum Ausprobieren und Beobachten ein und vermittelt auf anschauliche Weise: Flüsse sind lebendige, wandelbare Systeme, die unsere Landschaft dauerhaft prägen. Auf spielerische Weise wird Verden Veränderungen in Strömung und Sedimenttransport, aber auch die Ästhetik und Formenlandschaft sichtbar.

In der Logik des Anthropozäns greift der Mensch ständig in die Umwelt ein und tritt damit in einen Machtkampf mit unserer Umwelt.
Wir wollen mit diesem Projekt einen Raum schaffen, in dem Teilnehmer*innen mit unterschiedlichem Hintergrund ihre Ansichten zu politischen und naturbezogenen Themen äußern und austauschen können. Wir sind davon überzeugt, dass ein offener Diskurs aus unterschiedlichen Perspektiven, für eine zukunftsorientierte Gestaltung unserer Umwelt unabdingbar ist und einen wichtigen Beitrag zu politischen Entwicklung liefert.

Übersicht über das Projekt
Warum wählen wir einen interdisziplinären Zugang?
Unser Projekt verbindet die geografische und die künstlerische Perspektive, um die Bedeutung von Flüssen in ihrer ganzen Tiefe erfahrbar zu machen.
- Aus geografischer Sicht erforschen wir, wie Flüsse entstehen, wirken und sich verändern – und welche Rolle der Mensch dabei spielt.
- Aus künstlerischer Sicht nähern wir uns den Flüssen emotional, sinnlich und kreativ. Ihre Dynamik, Schönheit und Symbolik werden durch Kunstwerke sichtbar und erlebbar.
So entsteht ein ganzheitlicher Blick: Wissenschaft vermittelt Wissen und Verständnis, Kunst öffnet Türen zu Empathie und Inspiration.
Was bewegt uns?
Wir werden die Chance nutzen, um den Kontakt zur „natürlichen“ Umgebung zu stärken.
Durch unseren Zugang können wir situiertes Wissen aufbauen und eine persönliche Beziehung zu natürlichen Prozessen aufbauen.
Warum wir die Verbindung zur Natur neu entdecken sollten
Immer mehr Menschen entfernen sich von der Natur – und genau darin liegt ein Problem. Diese Distanz führt dazu, dass wir natürliche Prozesse und ihre faszinierenden Wechselwirkungen immer weniger verstehen.
Oft fehlt das Bewusstsein für die Vernetzung der Systeme, die unser Leben tragen. Ohne das Hinterfragen dieser Zusammenhänge bleibt uns das große Ganze verborgen – und mit ihm das Gespür für das fragile Gleichgewicht, das unsere Umwelt prägt.
Bereits stattgefundene Veranstaltungen
das waren unsere Workshops: 11.10. und 12.10.2025 in und um Salzburg
das war unsere Ausstellung im Kunstquartier: 16.10.-30.10.2025 im Raum „enter“ im Kunstquartier Salzburg (Bergstraße 12, 5020 Salzburg)
