Die Workshops waren ein großer Erfolg und nutzten unterschiedliche Herangehensweisen um Wissen und emotionale Verbindungen zum Thema Flusslandschaften zu schaffen.
Im ersten Workshop, Flussgang, erkundeten wir den Saalachspitz und seine Historie und zeichneten das, was vor uns war. Wir nahmen uns Zeit, bewusst hinzusehen, zu analysieren und unsere Umwelt zu erleben. So entstanden individuelle Bilder der Landschaft, der Steine und des Wassers.
Im zweiten Workshop setzten sich die Teilnehmer:innen mit dem Verhältnis zwischen Flüssen und sich selbst auseinander. Im Gespräch wurden Themen gesammelt, die dieses Verhältnis beschreiben, was dann in eigenen Werken Ausdruck fand.
Workshop I: Flussgang
Während einem 3 Stündigen Workshop am Saalachspitz erlebten die Teilnehmer*innen eine renaturierte Landschaft hautnah und erlangten historisches Wissen über den Ort und seine Entwicklung.

Es wurde sich ausgetauscht, Konzepte hinterfragt und die eigene Rolle im Themengebiet „Renauturierung“ aufgegriffen.
Was können wir tun, um Ökosysteme zu stärken? Welche neuen Regelungen und Gesetze beeinflussen die Entwicklung? Auf welcher Ebene wollen und können wir handeln?
Während des Workshops wurden die Teilnehmer außerdem dazu angeregt, sich persönlich mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen. Dafür wurden sie angeleitet, etwas zu zeichnen, das ihren Blick gefangen hat. Sie setzten sich dadurch intensiv mit einer bestimmten Perspektive oder Objekten auseinander, die später erneut Wissen und Inspiration im Gespräch lieferten. So konnten sie sie neben dem geografischen Inhalt auch auf künstlerische Weise Wissen über die Umgebung aneignen.









Workshop II: Co-Mapping
Der Workshop „Co-Mapping“ startete mit einer Improvisation des Schlagzeugers Felix Schubert. Er schuf einen wunderschönen Einstieg in die kreative Arbeit.
Danach wurde ein Austausch geschaffen, in dem die Teilnehmenden Begriffe zwischen „Mensch und „Natur“ verorteten.
Kern des Workshops, war es selbst kreativ zu werden und sich dem Thema persönlich anzunähern. Basierend auf einem selbst ausgewählten Begriff, schufen die Teilnehmenden über mehrere Stunden hinweg ein Kunstwerk. Die Begriffe wurden zuerst im Kollektiv assoziativ zu den Themen Mensch, Natur und Fluss gefunden und später zum Impuls sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu befassen. Dadurch sind subjektive Interpretationen und emotionale Verbindungen entstanden, die in Gedichten und Kunstwerken zum Ausdruck kamen.
Die Ergebnisse zeigen verschiedene Sichtweisen auf das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt. Ein zentrales Thema war das Zusammenleben mit Flüssen in der Stadt, ebenso wie der Wandel, die Bewegung und die Ruhe, die fließende Gewässer in unser Leben bringen.
Die unterschiedlichen Darstellungen und Interpretationen machten uns deutlich, dass die gesellschaftlichen Normen der Mehrheit nicht für alle Menschen gelten – und dass es manchmal wichtig ist, diesen Normen zu widersprechen.
Vanessa Friedl und Daniela Waltl, 12.06.2026
